Alte Drucke
gehören, je nach Inhalt zu den hochpreisigen, aber nicht unbedingt teuersten sammelwürdigen Büchern. Eine signierte Harry Potter Ausgabe kann leicht einmal eine Isaac Newton Erstausgabe preislich übersteigen. Religöse alte Drucke werden nicht so hoch gehandelt, denn sie hatten exterm hohe Verbreitung. Es sei denn die enthalten Illustrationen, die aus den Werkstätten von Dürer, Holbein oder Cranach stammen könnten. Und natürlich Inkunablen ( vor 1500), aber das ist eine andere Geschichte.
Naturwissenschaften I
Der erste Theil dess köstlichen unnd theuren Schatzes Euonymi Philiatri, darinn behalten sind vil heimlicher guter Stuck der Artzney, fürnemmlich aber die Art und Eygenschafft der gebranntnen Wasseren und Ölen, wie man die selbigen bereiten sölle: ... / Erstlich in Latein beschrieben durch Euonymum Philiatrum und neuwlich verteutscht durch Joannem Rudolphum Landenberger zu Zürych, vormals in Teutscher Sprach nit gesehen.
Gessner, Conrad [1516-1565] Wolf, Caspar [1525-1601] Nüscheler, Hans Jakob [1551-1620]. Getruckt zu S. Gallen bey Leonhart Straub, in Verlegung Josias Gessners von Zürich], 1582[-1583]
Delitiae philosophicae et mathematicae. Der philosophischen und mathematischen Erquickstunden dritter Theil.
Bestehend in Fünffhundert nutzlichen und lustigen Kunstfragen, und deroselben gründlichen Erklärung: Mit vielen nothwendigen Figuren, so wol in Kupffer als Holtz gezieret und...
Harsdörffer, Georg Philipp (1607-1658)
Wolffgang deß Jüngern und Joh. Andreas Endtern
Nürnberg, 1653
Circels Lob
Wolgeborne Mißgeburt/
so die Kunst hat je geboren/
Sonder welches Stand und Gang/ unsrer Arbeit Grund verlohren.
Es ist eine Mißgeburt/
welche nur hat Füss und Haubt/ ( so das Kunstgewerb im Knopff gar genau zusammen schraubt.)
Wann der lincke Fuß besteht/ ist deß rechten Gang zu sehen/ welcher durch deß Meisters Hand, pfegt den Schlussring umzudrehen.
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S. 155
Naturwissenschaften II
Pharmacopoea Helvetica : in duas partes divisa, quarum prior Materiam Medicam, Botanico-Physico-Historico-Medice descriptam, posterior Composita & Praeparata, Modum Praeparandi, vires & usum exhibet... / Albert de HallerImpressum
Basileae [Basel] : Joh. Rod. Im-Hof & Filii, 1771
Seltene erste Ausgabe der ersten Arzneimittelsammlung, die unter dem Titel Pharmacopoea Helvetica erschien. Mit dem Vorwort von Albrecht Haller zum Zustand der Pharmazie allgemein und einigen Zusätzen über Heilpflanzen. Behandelt außerdem die Möglichkeiten der Herstellung von Arzneimitteln in der Schweiz. - Mit dreisprachigem Register in Deutsch, Französisch und Latein. - Das Frontispiz mit einer hübschen allegorischen Darstellung der medizinischen Überväter mit den Wappen der Schweizer Kantone.
Marie Meurdrac (* vor 1613) war eine französische Chemikerin des 17. Jahrhunderts. Sie ist vor allem durch ihr Buch La Chymie Charitable et Facile, en Faveur des Dames von 1666 bekannt, ein frühes Lehrbuch der Chemie und Pharmazie.
Ihr Chemiebuch erschien zuerst 1666, war relativ erfolgreich, erlebte fünf französische Auflagen (1666, 1674, 1680, 1687, 1711) und wurde ins Deutsche (sechs Auflagen von 1673 bis 1738) und Italienische (Venedig 1682) übersetzt. Hauptziel des Buchs ist die Darstellung der Wirkung und Herstellung von Arzneien vornehmlich aus Pflanzen, da diese nach Meurdrac die ursprünglichsten von Gott gegebenen Heilkräfte besäßen: sie wurden nach der Bibel zuerst erschaffen und von der Sintflut nicht betroffen.
IN VENETIA, M.DC.LXXXII
Apresso Pontio Bernardon à
l´Insegna del Tempo (1682)
Naturwissenschaften III
Paradoxa hydrostatica novis experimentis (maximam partem physicis ac facilibus) evicta / authore nobilissimo Roberto Boyle e Societate Regia; nuper ex Anglico sermone in Latinum versa.
Boyle, Robert [1627-1691]
Roterodami : ex officina Arnoldi Leers, 1670
Dieses Buch ist die erste lateinische Ausgabe, nach der seltenen englischen Ausgabe von 1666, und ist eine Antwort auf Pascals Abhandlung Über das Gleichgewicht der Flüssigkeiten. Das Buch enthält elf Paradoxa (oder Gesetze), die sich auf das Volumen oder den Druck von Flüssigkeiten beziehen, und stellt einen der wichtigsten frühen Texte zur Strömungslehre dar. Die Paradoxa Hydrostatica sind sowohl eine scharfe Kritik an Pascals Arbeiten zur Hydrostatik.
"Der menschliche Verstand zieht alles andere heran, um mit den Dingen, die ihm einmal gefallen haben, übereinzustimmen und sie zu unterstützen, sei es, weil sie angenommen und geglaubt werden, sei es, weil sie ihn erfreuen. Und obwohl die Kraft und die Zahl der gegenteiligen Beispiele zugegebenermaßen größer ist, beachtet er sie entweder nicht, oder er verschmäht sie; oder wenn er sie zur Kenntnis nimmt, distanziert er sich von ihnen und verwirft sie - und das nicht ohne großes und verderbliches Vorurteil -, so dass die Autorität jener früheren Überzeugungen unantastbar bleibt."
S. 45
Franc. Baconis de Verulamio, summi; Angliae cancelsarij, Novum organum scientiarum; [Francis Bacon]. Lugd. Bat,: Apud Adrianum; Wijngaerde et Franciscum Moiardum, 1645.
Magia Naturalis, Das ist, Kunst und Wunderbuch/
Darinnen begriffen wunderbare Secreta, Geheimnüsse, und Kunststücke, wie man nemlich mit dem gantzen Menschlichen Cörper, zahmen und wilden Thieren, Vogeln, Fischen, Unziffern und Insecten, allerley Gewächsen und Pflantzungen, und sonsten fast unerhörte wunderbarliche Sachen verrichten ...
"Willst Du aber sonst wissen ob eine tragende Pferdt Mutter einen Hengst /oder ein Stutt Füllen trage.
So gib Achtung drauff wenn sichs niderlegt/legts sichs auff die lincke Seite/so tregets einen hengst/wo aber auff die rechte/so tregts ein StuttFüllen. Also auch von allen andren Thieren."
Wolfgangum Hildebrandum,
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gedruckt zu Erfurdt/ durch Nicolam Schmuck/ 1614
Naturwissenschaften IV
Im Jahr 1660 veröffentlichte er einen Traité de la Chymie, der hauptsächlich eine Zusammenstellung des Wissens seiner Zeit war und mit dem er eine Erneuerung der Pharmazie fördern wollte.
Nicaise Le Febvre, manchmal auch Nicolas genannt, war ein französischer Apotheker, der um 1610 in Sedan geboren wurde und 1669 in London starb.
Traité de la chymie ... Tome premier. Thomas Jolly. Paris 1660
(Wikipedia)
Jo. Helffr. Jüngken, M. D. Physici in Franckfurt: Nach den heutigen, Vernunfft-mässigen, aus der Anatomie und Chymie, hergeführten Grund-Reguln Der Medicin, unterrichtende Sichere Sorgfältige Medicus : Aller Inneren Parthien des Menschlichen Gebäues, so wol gesunden Stand, als zufällige Kranckheiten, deutlich und treulich verhandelend : So Daß derjenige, welcher vor seine Gesundheit Sorge träget, ob er schon von der Medicin keine Profession macht; Dennoch So wol seine eigene Constitution leicht erkennen, als in anffallenden Kranckheiten sich finden, und mit rathen kan;
Johann Nicolaus Andreae, Herborn, 1701
Thomas Burnett, LONDON Printed by R. Norton, for Walter Kettilby, at teh Bishops Head in S. Paul's Church Yard, 1684
Der erste Teil von „The Sacred Theory of the Earth“ (Die heilige Theorie der Erde) des englischen Theologen und Kosmogonie-Autors Thomas Burnet wurde 1681 auf Latein und 1684 in englischer Übersetzung veröffentlicht; der zweite Teil erschien 1689 (1690 auf Englisch). „The Sacred Theory of the Earth“ ist eine spekulative Kosmogonie, in der Burnet von einer hohlen Erde ausgeht, in der sich das meiste Wasser bis zur Sintflut Noahs befand, woraufhin Berge und Ozeane entstanden. Er berechnete die Wassermenge auf der Erdoberfläche und stellte fest, dass sie nicht ausreichte, um die Sintflut zu erklären.
(amazon).
Naturwissenschaften V
Tobias Swinden.
Recherches sur la nature du Feu de L’enfer et du lieu ou il est situé
Amsterdam, 1757
Neben den Strafen, die einen in der Hölle erwarten, geht es vor allem um den Ort der Hölle. Swinden stellt fest, dass das Feuer in der Hölle keine Metapher ist, sondern echtes Feuer, und dass das Feuer ewig währt, und verortet die Hölle in der Sonne. Er führt verschiedene Meinungen über die Lage der Hölle an und widerlegt die Vorstellung, dass sich das Feuer (und die Hölle) im Inneren der Erde befindet. Er versucht auch, Wissenschaft und Religion miteinander in Einklang zu bringen, indem er sich auf Kopernikus und Tycho Brahe beruft und zustimmt, dass die Sonne und nicht die Erde der Mittelpunkt des Universums ist und nicht die Erde.
Delitiae philosophicae et mathematicae. Der philosophischen und mathematischen Erquickstunden dritter Theil.
Bestehend in Fünffhundert nutzlichen und lustigen Kunstfragen, und deroselben gründlichen Erklärung: Mit vielen nothwendigen Figuren, so wol in Kupffer als Holtz gezieret und...
Harsdörffer, Georg Philipp (1607-1658)
Wolffgang deß Jüngern und Joh. Andreas Endtern
Nürnberg, 1653
Circels Lob
Wolgeborne Mißgeburt/
so die Kunst hat je geboren/
Sonder welches Stand und Gang/ unsrer Arbeit Grund verlohren.
Es ist eine Mißgeburt/
welche nur hat Füss und Haubt/ ( so das Kunstgewerb im Knopff gar genau zusammen schraubt.)
Wann der lincke Fuß besteht/ ist deß rechten Gang zu sehen/ welcher durch deß Meisters Hand, pfegt den Schlussring umzudrehen.
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S. 155
Schöne Literatur
Günther gilt als bedeutendster deutscher Lyriker des frühen 18. Jahrhunderts. Formal dem Zeitalter des Barocks zuzuordnen, ist er wegen der starken inneren Bewegtheit und ausgesprochener individueller Prägung seiner Literatur als Vorläufer der Aufklärung zu bezeichnen. Dies folgt unter anderem aus der Tatsache, dass Günther mit Schriften von Christian Thomasius, Gottfried Wilhelm Leibniz und des Christian Wolff in Berührung gekommen sein muss. Dadurch wurde zwar nicht sein Traditionsbewusstsein verändert, doch prägten jene Philosophen seine Auffassung zu Autorität, Lehre und Religion.
Johann Christian Günther (* 8. April 1695 in Striegau, Schlesien; † 15. März 1723 in Jena)
In ein Stammbuch
Die Feder ziert den Helm und adelt Fahn und Schwerd,
Das Blut fleckt nur den Schild, der keine Dinte mahlet.
Was hilft es, daß der Mars mit dem Triumphe prahlet,
Wenn ihm der Phoebus nicht den Lorbeerkranz gewährt.
Die Lust zur Poesie steht einem Heldenmuthe
So gut als die Gefahr dem Überwinder an.
Wer mit den Musen buhlt, kriegt als ein Edelmann
Den Nachruhm später Zeit zu seinem Heiratsgute.
Sammlung von Christian Günthers, aus Schlesien, bis anhero herausgegebenen Gedichten, auf das neue übersehen,...Fünfte Auflage.
Breslau und Leipzig, Bey Michael Hubert 1751
Die Begebenheiten Des Prinzen von Ithaca. Oder: Der seinen Vater Ulysses, suchende Telemach.
Aus dem Französischen in Deutsche Verse gebracht, und mit Mythologisch-Geographisch-Historisch- und Moralischen Anmerckungen erläutert, von Benjamin Neukirch.
FÉNELON, (François de Salignac de la Mothe).
Ansbach (Onolzbach), Lüders und Rönnagel, 1727-1739.