NICHT-Fachbücher zu schreiben

ist die Herausforderung

Emeriti forschen unverdrossen weiter, reisen um die Welt, spielen Golf,  kümmern sich um die Enkel, wenn sie welche haben, oder verfassen Erinnerungen, Krimis, Romane. Letztere sind die Herausforderung, besonders für Freunde und Verwandte. Man muss die Werke jemandem zumuten  können. Eine gnadenlos ehrliche Freundesrunde liefert die beste Kritik. Und man höre auf sie. 

Spezielle Editionen I

"Archäologie der Zukunft"

Matthias Michel, Rainer Egloff, Gerd Folkers (Hg.)

Der schwarze Einband ist mit Thermoelementen versehen, die Worte aus Ludwig Boltzmanns Arbeiten zur Themodynamik in Weiss projezieren. Der Computer im Buchrücken steuert das und achtet auch auf lärmige Umgebung: Das Buch verstummt. Oder muss an einen Laptop zum Aufladen angeschlossen werden.

Das Layout der Seiten steigert sich von einzelnen Worten pros Seiten, am Anfang, zu einem Crescendo an spaltenreichen Seiten mit vielen kleinen Bildern und dichtem Text.

So simuliert das Innere ein Booting eines, bewusst, sehr langsamen Rechners.

Das Kompendium «Mind the Future» fasst die wichtigsten Entwicklungen in den Bereichen Wirtschaft, Demografie, Gesellschaft, Technologie, Politik und Ökologie in einem Karteikartensystem zusammen. In jedem Bereich werden zehn relevante Gegenwartstrends festgehalten und ihre möglichen zukünftigen Entwicklungen analysiert. Die 60 Trends werden – wo immer möglich – durch wissenschaftliche Fakten belegt und mit Bildern der Kölner Künstlerin Manu Burghardt illustriert. Als «offenes Buch» wird «Mind the Future» der Tatsache gerecht, dass wir über die Zukunft letztlich nur Hypothesen formulieren können und unsere Annahmen im Lauf der Zeit revidieren müssen. Das Kompendium richtet sich an Leser, die sich für die prägenden Entwicklungen der Gegenwart und ihre möglichen Auswirkungen in der Zukunft interessieren. Es eröffnet bekannte sowie querliegende Sichtweisen und bietet Entscheidungshilfen und Inspiration.

Spezielle Editionen III

Loseblattsammlung in einer faksimilierten Blechdose der 30er Jahre. Nummerierte Auflage. 

Das Ausdrücken von Gefühlen, sei es beabsichtigt oder nicht, ist eine auch stammesgeschichtlich sehr alte Kommunikationsform. Über Mimik, Gestik, Tonfall, Körperhaltung und anderes werden unsere Gefühle für andere wahrnehmbar. Zugleich sind wir intuitiv in der Lage, die Gefühlszustände anderer Menschen zu interpretieren. Dies eröffnet ein weites Feld sozialer Einflussnahme, in welchem wir Manipulierende und Manipulierte sein können – ein Feld, das sich der Reflexion immer wieder entzieht und gerade deshalb nach Reflexion verlangt. 

Werbung, Politik, Kunst und Wirtschaft verfügen über ein Wissen, wie Gefühle zu instrumentalisieren und implementieren sind. Wie unterscheidet sich der Umgang mit Gefühlen in den Wissenschaften? Wie wird hier mit Gefühlen operiert? 

Die Publikation versammelt thematische Beiträge, Einwürfe und Fundstücke aus dem Programm «Pragmatik der Gefühle» des Collegium Helveticum.